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Der Brocken - Höchster Berg im Harz

Naturschutzgebiet Oberharz und Nationalpark Harz

Ein wahrer Brocken ist er. Mit seinen 1142 Metern über NN ragt er deutlich aus der Landschaft und ist mit seinen Aufbauten weithin zu sehen.

1937 wurde der Brocken zusammen mit Wurmberg, Achtermann und Acker-Bruchberg-Grad zum Naturschutzgebiet Oberharz erklärt. Der Brocken ist heute Bestandteil des Nationalparks Harz und genießt besonderen Schutz. Sanfter Tourismus war und ist Bedingung zur Erhaltung der Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Die Flora und Fauna hat sich in der Zeit als Sperrgebiet sehr gut erholt und entwickelt. Einige Arten, wie die Brockenanemone kommen nur hier vor. Andere Arten wie der Luchs wurden wieder angesiedelt oder aber eingeschleppt, wie der Waschbär. Wenn Sie also den Brocken besuchen, genießen Sie die Tier- und Pflanzenwelt und die Aussicht bei einer Wanderung um die Brockenkuppe, die Sie, zum Beispiel von einem Ranger geführt, unternehmen können.

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Die Bedeutung als "Regenschattenspender" zeigt sich bei Betrachtung der Niederschlagsmenge in den nördlichen und östlichen Randgebieten des Harzes, die bei nur 700 mm liegt. Die Schneedecke hält sich oft bis zu 160 Tagen im Jahr. Die Folge sind die Bildung des von Skisportlern gefürchteten Harsches und Schneebruch in den Forsten. Zu den vielen Sagen trugen vielleicht bei, dass seine Spitze ca. 300 Tage im Jahr im Nebel liegt, seltene optische Effekte (Halos) zu beobachten sind und vor allem aber das Brockengespenst, welches den Besteigern Schrecken einjagt. Im Jahr 1935 gelang die erste Fernsehübertragung vom Brocken mit einem mobilen Sender. Im Jahr darauf wurde der erste Fernsehturm der Welt auf dem Berg erbaut.

Ab August 1961 wird der Brocken zum militärischen Sperrgebiet erklärt und war somit für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Der Gipfel wurde stark militärisch ausgebaut. Der Brocken wurde umfangreich für Überwachungs- und Spionagezwecke genutzt. Mit der deutschen Wiedervereinigung wurden ab 1990 schrittweise die Grenzsicherungsanlagen sowie die militärischen Anlagen abgebaut. Der letzte russische Soldat verließ den Brocken am 30. März 1994. Heute führen wieder Wanderwege auf den Gipfel, den man aber auch mit der Brockenbahn erreichen kann.

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